Empowered by ACTion –
Civic Education crossing Borders
Internationale Kooperationspartnerschaft
Fünf Organisationen aus Polen, Tschechien, Ungarn und Deutschland – ein Ziel: Empowermentorientierte Ansätze in der politischen Bildungsarbeit mit jungen Geflüchteten zu entwickeln. Empowerment orientiert heißt: Wir möchten junge Menschen mit Fluchtgeschichte darin stärken und ermutigen, ihre Fähigkeiten zu erkennen, gesellschaftliche Verhältnisse zu diskutieren, eigene Standpunkte und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und das gesellschaftliche Umfeld aktiv mitzugestalten.“
Um zu verhindern, dass wir selbst ungewollt bei unserer Arbeit Menschen diskriminieren, beschäftigen wir uns sowohl mit unseren eigenen Weltbildern und Vorurteilen als auch mit weltweiten Fluchtursachen und der Flüchtlingspolitik in unseren Ländern. Wir erproben gemeinsam kreative und künstlerische Methoden der politischen Bildung, die ohne viel Sprache auskommen und es den Jugendlichen ermöglichen, ihre Gefühle, Gedanken und Erfahrungen auszudrücken.
Unsere Erkenntnisse, Erfahrungen und Methoden teilen wir sowohl untereinander als auch mit Fachkräften und Organisationen in den beteiligten Ländern. Darüber hinaus veröffentlichen wir sie regelmäßig auf unserer Homepage www.empoweredbyaction.com und machen sie dort für alle zugänglich.
Aktivitäten
Lokalgruppen mit geflüchteten Jugendlichen
In jedem Partnerland haben sich Lokalgruppen mit geflüchteten Jugendlichen gebildet, die sich während der gesamten Projektlaufzeit regelmäßig treffen.
In einem geschützten Rahmen tauschen sie sich – angeregt durch künstlerische und kreative Methoden – über eigene Erfahrungen und Interessen, sowie über gesellschaftliche Themen aus.
Dabei entwickeln sie eigene Beteiligungsprojekte, die von erfahrenen Trainer*innen begleitet werden.
Internationale Trainings
Die Trainings richten sich an Fachkräfte aus den vier Partnerländern, die mit jungen Geflüchteten arbeiten. Ziel ist es, die eigene Arbeit diskriminierungssensibel zu reflektieren und neue Ansätze, sowie künstlerisch-kreative Methoden der politischen Bildungsarbeit kennenzulernen.
Durch den Austausch während und zwischen den Seminaren können die Teilnehmenden sich international vernetzen. Gleichzeitig erhalten sie wertvolle Unterstützung bei der Umsetzung der Erkenntnisse und Methoden im Alltag.
Transnationale Projekttreffen
In jedem der vier Projektländer findet über die Projektlaufzeit von drei Jahren hinweg ein gemeinsames Treffen statt.
Daran nehmen sowohl Vertreter*innen der Partnerorganisationen als auch Jugendliche aus den Lokalgruppen teil.
Inhaltlich geht es bei den Treffen sowohl darum, sich gemeinsam mit den Projektzielen auseinander zu setzen, als auch darum, miteinander nächste Schritte zu planen.
Wissenschaftliche und machtkritische Begleitung
Externe Expert*innen unterstützen uns dabei, unsere Arbeit kritisch zu reflektieren.
Die wissenschaftliche Begleitung stellt sicher, dass zentrale Fragen theoriegeleitet untersucht und kontinuierlich in die Projektgestaltung integriert werden.
Ergänzt wird dies durch die machtkritische Beratung, die hilft, blinde Flecken zu erkennen und Aktivitäten diskriminierungssensibel zu gestalten. Erkenntnisse zu Themen wie Rassismus, Diskriminierung, Macht und gesellschaftlicher Teilhabe fließen so direkt in die Weiterentwicklung unserer Arbeit ein.
Empowered by ACTion: Aktuelle Infos und Berichte (auf Englisch)
Partnerorganisationen
Organizace pro pomoc
uprchlíkům (OPU)
Die Organizace pro pomoc uprchlíkům (OPU) ist eine nichtstaatliche, gemeinnützige humanitäre Organisation, die seit 1991 Geflüchteten und Migrant*innen in Tschechien unterstützt
OPU bietet geflüchteten Menschen kostenlose Rechts- und Sozialberatung, kulturelle und fachbezogene Bildungsprogramme sowie Integrationsangebote, wie Sprachkurse und Austauschprojekte.
Auch für die interessierte Fachöffentlichkeit bietet OPU vielfältige Veranstaltungen und Fortbildungen an.
- Organizace pro pomoc uprchlíkům (OPU):
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United for
Intercultural Action
UNITED for Intercultural Action ist ein europaweites Netzwerk, das Organisationen verbindet, die sich für Menschenrechte, Antidiskriminierung und die Rechte von Migrant*innen, Geflüchteten und Minderheiten einsetzen. Ziel ist es, Austausch, Begegnung und kritisches Denken über nationale, kulturelle und soziale Grenzen hinweg zu fördern und so zur Stärkung einer demokratischen, menschenrechtsbasierten europäischen Zivilgesellschaft beizutragen.
Das Netzwerk bietet Trainings für Fachkräfte in der Flüchtlings- und Migrationsarbeit an, entwickelt Materialien zur politischen Bildung und organisiert Veranstaltungen zu Menschenrechten, Diversität und Antidiskriminierung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung und Stärkung junger Menschen, insbesondere junger Geflüchteter.
- United for Intercultural Action:
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KIK – Klub Inteligencji
Katolickiej Warszawa
Der Klub Inteligencji Katolickiej Warschau (KIK) wurde 1956 gegründet und bringt Christ*innen – vor allem katholische Laien – zusammen, die sich für eine solidarische, offene und gerechte Gesellschaft einsetzen.
Der Club ist unabhängig von staatlichen Stellen und der Kirchenhierarchie.
Heute engagiert sich KIK mit vielfältigen Projekten und Aktionen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine, für Jugendliche und junge Erwachsene sowie für Obdachlose und Betroffene sexualisierter Gewalt im kirchlichen Kontext.
- Klub Inteligencji Katolickiej (KIK):
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Stiftung Kreisau für
Europäische Verständigung
Die 1989 gegründete Stiftung Kreisau ist eine gemeinnützige polnische Nichtregierungsorganisation, die im Rahmen ihrer internationalen Bildungsarbeit das friedliche Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen, kulturellen Hintergründen und Religionen fördern möchte.
Themen sind: die historisch-politische Bildung, Demokratiebildung, Medienbildung, Nachhaltigkeit sowie Flucht und Migration.
Sitz der Stiftung ist der Gutskomplex, in dem sich bis 1944 die anti-nationalsozialistische Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis“ traf.
- Stiftung Kreisau:
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Kontakt
Judith Schäfer-Feldhoff
Bildungsreferentin Fachbereich International
Peter Kirschbaum
Bildungsreferent Fachbereich International