18.-22. Mai 2026

Empowerment mit dem Theater der Unterdrückten

Internationale Fachkräfte treffen sich in Budapest, um sich für die Arbeit mit jungen Geflüchteten theaterpädagogisch fortzubilden und auszutauschen

Vom 18.-22. Mai 2026 kamen 28 Fachkräfte der Jugendarbeit für ein internationales Training im Rahmen der Kooperationspartnerschaft „Empowered by ACTion“ in Budapest zusammen. Die internationalen Trainings sind ein Projektbaustein des Netzwerks zwischen fünf Organisationen aus Polen, Tschechien, Ungarn und Deutschland, der Fachkräften die Weiterbildung in künstlerisch-kreativen Methoden ermöglichen und sie in einer diskriminierungskritischen und empowermentorientierten politischen Bildungspraxis stärken soll. Das Training in Budapest konzentrierte sich auf das Ausprobieren und Diskutieren von Methoden des Theaters der Unterdrückten für die außerschulische Bildungsarbeit mit jungen Geflüchteten.

Stärkung theaterpädagogischer Kompetenzen

Während des Trainings, setzten sich die teilnehmenden Fachkräfte intensiv mit Augusto Boals Ansatz und Methode des „Theater der Unterdrückten“ auseinander, probierten und reflektierten zahlreiche Übungen, tauschten sich über ihre jeweiligen Arbeits- und Länderkontexte aus und vernetzten sich zur Stärkung ihrer solidarischen politischen Bildungsarbeit.

Der Höhepunkt des theaterpädagogischen Programms war die Aufführung von drei kurzen Forumtheater-Szenen, die gesellschaftliche Machtdynamiken repräsentierten und in denen das Publikum die Möglichkeit hatte, einzugreifen, um die Dynamik in der dargestellten Situation durch Empowerment der unterdrückten Person zu ändern. Durch einen Austausch mit Gästen des „Hungarian Helsinki Committee“, die von ihren Erfahrungen bei der Organisation und Durchführung eines Forumtheaters in Budapest berichteten, konnten die Teilnehmenden zusätzlich ihr Wissen über die Methode des Forumtheaters vertiefen.

Empowermentorientierte Bildungsarbeit im Kontext von Flucht und Migration in schwierigen Zeiten

Die Vernetzung zwischen Fachkräften der Jugendarbeit im Kontext von Flucht und Migration über Ländergrenzen hinweg ist ein zentrales Anliegen der Kooperationspartnerschaft. Das Training in Budapest trug dazu bei, diese Gemeinschaft zu stärken und trotz sich verschärfender gesellschaftlicher Krisen hoffnungsvolle Perspektiven für die Arbeit mit jungen Geflüchteten zu schaffen.

Das letzte internationale Training der Kooperationspartnerschaft findet vom 22.-26. November in der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung in Polen statt. Danach sollen die Ergebnisse des Projekts zur Weiterentwicklung der politischen Jugendbildungsarbeit im Kontext von Flucht und Migration im Rahmen einer Broschüre veröffentlicht werden.