Internationale Zukunftskonferenz „Europe for All?!?” –
Rethinking (International) Volunteering

am 11. und 12. März 2020 in der Jugendakademie Walberberg

Nicht erst seit den letzten Jahren sind Schulen und Jugendeinrichtungen von Vielfalt geprägt: Unterschiedliche Sprachen, soziale Umfelder,  Bildungsstände, Religionszugehörigkeiten, (jugend-)kulturelle Hintergründe, Jugendliche mit und ohne Behinderungen bilden nur einen Ausschnitt der vorhandenen Vielfalt ab. Diese Diversität spiegelt sich jedoch weder im Bereich der Internationalen Jugendmobilität noch in den Bereichen der Internationalen Freiwilligendienste wider. Insbesondere der letztgenannte Bereich spricht nach wie vor v.a. Jugendliche mit Abitur/Studium aus gut situierten Elternhäusern ohne Flucht-/ oder Zuwanderungsgeschichte an, auch wenn es Programme wie den Europäischen Freiwilligendienst/das Europäische Solidaritätskorps gibt, welches explizit seit vielen Jahren die Vielfalt der Jugendlichen im Blick hat und erweitern möchte.

Im Rahmen der Strategischen Partnerschaft „Europa für alle“  hat sich die Jugendakademie Walberberg zusammen mit ihren drei internationalen Partnern Achieve More Schottland, Porta Nuova Europa Italien und Association Inspiration aus Bulgarien sowie wissenschaftlich begleitet durch die TH Köln Gelingensbedingungen für passgenaue Internationale Freiwilligendienstprojekte im Europäischen Freiwilligendienst/Europäischen Solidaritätskorps zu untersuchen und konkrete Handlungsempfehlungen für eine veränderte Programmumsetzung und eine bessere Inklusion der diversen Zielgruppe zu erreichen. Dabei sind sowohl die unterschiedlichen Freiwilligendienstformate, die zielgruppenspezifische Ansprache als auch die Vernetzung von lokaler mit internationaler Jugendarbeit sowie die Einbindung der jugendpolitischen Ebene unter die Lupe genommen worden. Welchen Beitrag die verschiedenen Ebenen (Schule, lokale Jugendarbeit, internationale Freiwilligendienstorganisationen, Jugendpolitik Förderprogramme etc.) leisten können, um ALLEN Jugendlichen den Zugang zu internationalen Freiwilligendiensten zu ermöglichen und damit auch Ausgrenzungsmechanismen sowie Inklusionsfaktoren zu reflektieren und strukturellen Ausgrenzungen von int. Freiwilligendiensten entgegen zu wirken, dieses soll Gegenstand der Konferenz sein.

Wir möchten in Kooperation mit unseren internationalen Partnern und der TH Köln eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen: die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zu den Gelingensbedingungen für einen diversitätsbewussteren und inklusiveren internationalen/europäischen Freiwilligendienst sollen kritisch-konstruktiv beleuchtet, die eigenen Handlungsansätze zum Thema reflektiert und erweiterte Handlungsmöglichkeiten geschaffen werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, in praxisorientierten Workshops den Begriff der „Benachteiligung“ kritisch zu beleuchten, verschiedene Ansätze von diversitätsbewussteren und inklusiveren Freiwilligendiensten bzw. nachhaltigerer Projektgestaltung kennenzulernen, um den skizzierten Herausforderungen zu begegnen. Workshops zur besseren Vernetzung von lokaler mit internationaler Jugendarbeit sowie zur Nutzung von Peer-Ansätzen runden das Programm ab.

Ferner werden verschiedene praxisorientierte Projekte vorgestellt, und es gibt die Möglichkeit, sich zu vernetzen.